Installation

Aufstellung

Am sonnigen Morgen des 2. August 2013 wurde die Installation am Jorge-Gomondai-Platz aufgebaut. Der Eingang der Installation wurde zum Platz hin ausgerichtet.

Zuerst wurde das Pappgehäuse des Kernstücks auf das Holzgerüst gesetzt. Seine einzelnen Wände wurden wie bereits zuvor mit Klammern miteinander befestigt und die Ränder mit braunem Paketband überklebt.

Vor dem Kernstück wurden links und rechts je 2 Trennwände zur Bildung eines Durchgangs mit zwei Ausgängen aufgestellt. Auf der linken vorderen Wand befand sich die textuelle Beschreibung der Installation. Die Außenfüße der Trennwände wurden nach Korrektur ihrer Ausrichtung behelfsweise am Boden fixiert und die Mittelfüße wurden paarweise in einen Eimer mit Sand gesteckt. Zusätzliche Stabilität brachten je 2 Querbalken, die oberhalb der linken und rechten Trennwände genagelt wurden.

Zur Ausschmückung wurden vor der rechten Außenwand der Installation zwei Klappstühle und eine Zimmerpflanze aufgestellt, um den Wartebereich zu imitieren. Weiterhin wurden die Außenwände noch mit "R-A-C"-Schriftzügen und Pfeilen aus blauer Pappe versehen und über dem Eingang das "R-A-C"-Schild befestigt. Am Kernstück wurden oberhalb des Drucker-Schlitzes noch Hinweispfeile auf die Ausgänge angebracht: Flüster-Rosinen wählen den linken, Schrei-Rosinen den rechten Ausgang. Eine technische Überprüfung, ob der richtige Ausgang gewählt wurde, fand jedoch nicht statt.

Beobachtungen

Nach dem Eintreffen der ersten Besucher nach offiziellem Ausstellungsstart fiel uns auf, dass die Interaktion nicht selbsterklärend zu sein schien: Viele Passanten fragten uns "was man da tun müsse", selbst wenn sie zuvor die Beschreibung gelesen hatten. So brachten wir zwischen Button und Drucker-Schlitz noch eine kurze Bedienungsanleitung in 3 Schritten an. Wenn dann die Scham eines Besuchers der Neugier wich und (zunächst zaghaft) in den Trichter gerufen wurde, war die Freude über das ausgegebene Bewerbungsprotokoll mit dem Foto oft sichtbar. Nicht selten wurde versucht eine noch höhere Zahl zu schreien und andere Menschen zum mitmachen animiert bzw. motiviert.

Die Installation kam bei Kindern besonders gut an. Mehrmals am Tag konnten wir ganze Trauben von Kindern beobachten, die sich um den Trichter positionierten und gemeinsam so laut schrien wie sie nur konnten, um irgendwann eine maximale Rosinität von 10 zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtansicht
Eingang der Installation
Bedienpult bzw. das Kernstück
Bodenbefestigung der Trennwände
Technische Rückseite der Installation
Freudige Gesichter