Geschichten

Das erste Meißner Porzellan in Dresden

Als Entdecker des Meißner Porzellan gilt Johann Freidrich Böttger (1682-1719). Während seiner Ausbildung zum Apotheker entdeckte Böttger seinen Faible für die Alchemie. Um seinen Ausbilder von der Wichtigkeit alchemistischer Experimente zu überzeugen, türkte Böttger während einer öffentlichen Vorführung die Umwandlung von Silber in Gold. Die vermeintliche Entdeckung des 'Stein der Weisen' (eine Substanz zum Umwandeln unedler Metalle in Gold) machte etliche Monarchen auf Böttger aufmerksam. Auch August der Starke hoffte mit Hilfe Böttgers die sächsichen Staatskasse aufzubessern und ließ ihn gefangen nehmen. Mit Hilfe von Ehrenfried Walther von Tschirnhaus forschte Böttger seit 1702 in Dresden nicht nur an der Herstellung von Gold. Gegen 1708 stieß das Team auf einen Weg zur Erzeugung von Jaspisporzellan, welches heute unter dem Namen Böttgersteinzeug bekannt ist. 1710 wird Böttger daraufhin zum Administrator der ersten Porzellanmanufaktur in Europa ernannt, der Porzellanmanufaktur der Albrechtsburg zu Meißen. Erst 1914 wird Böttger von August dem Starken aus der Haft entlassen, muss aber in Sachsen bleiben und weiter an der Goldherstellung arbeiten. Wenige Jahre später stirbt Böttger an den Folgen von Experimenten mit giftigen Substanzen und wird in Dresden beigesetzt.

Brückenzoll

Die mittelalterliche Dresdner Elbbrücke war womöglich die erste Steinbrücke des gesamten Elbverlaufs und gehörte damals zu den berühmtesten Brücken Europas nördlich der Alpen. Der erhobene Brückenzoll war eine wichtige Einnahmequellen des sächsischen Adels und Ursache für Intriegen zwischen den Adelsfamilien. Nach den Bauplänen von Pöppelmann entstand zwischen 1727 und 1731 an der Stelle der mittelalterlichen Elbbrücke die Augustusbrücke.

Elbbrücke